Zukunftsgefühl · Organisationsdiagnose
Fluktuation, Vakanzen, Fehltage und Präsentismus tauchen in kaum einer Bilanz als eigene Zeile auf. Dieser Rechner macht sie in wenigen Minuten greifbar — auf Basis von Branchendaten oder Ihren eigenen Kennzahlen.
Datenbasis: BA, IW Köln, DAK, DGB.
Ihre spontane Einschätzung — pro Jahr, alle vier Kostenarten zusammen.
Zwei Pflichtangaben (*) genügen für die erste Berechnung auf Basis von Branchendaten (BA, IW Köln, DAK, DGB). Der Jahresumsatz ist freiwillig.
Basis: Branchendurchschnittswerte für Gehälter (BA-Entgeltatlas), betriebliche Fluktuationsrate (IW Köln/IAB), Vakanzzeiten (BA-Engpassanalyse), Fehltage (DAK/IGES) und Präsentismus (DGB-Index). Das breite Intervall ist ehrlich: Ohne Ihre eigenen Kennzahlen bleibt die Schätzung grob.
Tragen Sie ein, was Sie kennen. Für alles andere übernehmen wir den Branchendurchschnitt — klar gekennzeichnet. Farblogik: dunkelblau = besser als der Durchschnitt, creme = im Branchenkorridor, orange = deutlich darüber.
Diese Abgänge werden aus der Fluktuation herausgerechnet, weil ihre Kosten bereits über die Fehltage erfasst sind.
Angenommene Belegschaftsstruktur: 20 % Helfer · 60 % Fachkräfte · 20 % Führung/Experten — angelehnt an die Anforderungsniveau-Verteilung der BA-Beschäftigungsstatistik.
1. Fluktuationsrate (BDA-Formel)
Verwendet wird die betriebliche Fluktuationsrate, nicht der BA-Fluktuationskoeffizient (rund 30 % gesamtwirtschaftlich), der alle Beschäftigungsverhältnis-Wechsel inkl. Zeitarbeit und Saison zählt und für einzelbetriebliche Entscheidungen ungeeignet ist (3). Krankheitsbedingte Abgänge werden herausgerechnet, da ihre Folgekosten bereits über die Fehltage erfasst werden.
2. Fluktuationskosten
Die Gewichtung über die Belegschaftsstruktur beträgt 20 % Helfer, 60 % Fachkräfte, 20 % Führung/Experten — angelehnt an die Anforderungsniveau-Verteilung der BA-Beschäftigungsstatistik (1). Produktivitätsverluste der Neubesetzung sind bewusst nicht gesondert angesetzt: Sie sind in der Einarbeitung (20 %) und in den Vakanzkosten (Abschnitt 3) enthalten und würden sonst doppelt gezählt. Zur Einordnung: SHRM-Analysen (9) beziffern die Gesamtkosten eines Abgangs auf 90–200 % des Jahresgehalts; die hier verwendeten 50 % zzgl. Vakanzkosten sind daher eine konservative Untergrenze.
3. Vakanzkosten (Cost of Vacancy)
Die erweiterte Sullivan-Formel setzt das Jahresgehalt mit einem Nebenkostenfaktor von 1,28 an und multipliziert es mit einem Wertschöpfungsmultiplikator von 1,5 bis 2,2 (11). Verwendet wird der Mittelwert der Spanne, 1,85. Die Spanne ist in der Quelle je nach Funktion angegeben, eine funktionsspezifische Zuordnung liegt nicht vor; der Faktor gilt daher einheitlich für Helfer, Fachkräfte und Führung/Experten. Für Helfer dürfte er damit eher zu hoch sein, für Führung eher zu niedrig. Die Vakanztage werden in Arbeitstagen eingegeben, passend zur Division durch 250. Kalendertage bitte umrechnen (× 5/7).
4. Fehltagekosten (direkte Kosten)
Ausgangspunkt ist das Absentismus-Kostenmodell des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (4) mit Faktor 1,45. Davon entfallen 1,0 auf die direkten Kosten (Entgeltfortzahlung). Die übrigen 0,45 (Vertretung, Verzögerung, Koordination) betreffen dieselbe entgangene Leistung wie die Vakanzkosten und werden deshalb dort erfasst, nicht hier.
5. Präsentismuskosten
Präsentismus bezeichnet Arbeit trotz Krankheit. Er wird auf die direkten Fehltagekosten bezogen. Die Forschung taxiert Präsentismuskosten auf das 1- bis 2-Fache der Absentismuskosten (6, 7); der Ansatz 1,0 × Quote liegt darunter und ist damit konservativ. Die Quote ist eine Selbstauskunft, keine gemessene Größe.
6. Konfidenzintervalle
Es wird eine Normalverteilung mit relativer Standardabweichung von 15 % um den berechneten Mittelwert angenommen — eine Annahme, keine empirische Streuung. Das breitere 80-%-Intervall bei reiner Branchenrechnung kommuniziert die geringere Datenqualität; mit eigenen Kennzahlen wird das ausgewiesene Intervall enger.
7. Benchmark-Einfärbung der Eingaben
Eingaben werden gegen den Branchendurchschnitt gestellt: Werte unterhalb des 90-%-Korridors (± 1,645 × 0,15) werden dunkelblau markiert (besser als Durchschnitt), Werte im Korridor creme, Werte deutlich darüber orange.
8. Einsparannahmen (Standardprogramm Zukunftsgefühl)
Jede Wirkung wird nur auf den nach den vorhergehenden Maßnahmen verbleibenden Betrag angesetzt. Weniger Abgänge reduzieren also zugleich die Vakanzkosten, und weniger Fehltage reduzieren die Präsentismusbasis. Die Wirkungsannahmen (1,2 Prozentpunkte, ein Drittel, zwei Fehltage, 5 %) sind eigene Annahmen unseres Standardprogramms — Anamnese, Intervention, Verlaufsdiagnostik —, keine externe Quelle und keine Garantie; bewusst als Untergrenze formuliert („mindestens").
9. Limitationen
10. Quellen
Für Ihre Situation sehen wir jährliche Einsparungen von mindestens:
Wir prüfen Ihre Angaben, rechnen mit Ihren realen Kennzahlen nach und senden Ihnen eine individuelle Auswertung mit konkreten Handlungsempfehlungen. Alle Felder sind Pflichtfelder.
Transparenz: Dieser Rechner nutzt Branchendurchschnittswerte als Startpunkt (BA-Entgeltatlas 2024, IW Köln/IAB-Betriebspanel, BA-Fachkräfteengpassanalyse 2024, DAK-Gesundheitsreport 2024, DGB-Index Gute Arbeit 2024) und ersetzt sie durch Ihre eigenen Kennzahlen, wo vorhanden. Alle Formeln, Wirkungsannahmen, Limitationen und Quellen finden Sie in den Berechnungsgrundlagen oben. Der Rechner ersetzt keine individuelle Anamnese.
Wählen Sie direkt einen Termin für Ihr Erstgespräch: